Das Herz und der Kopf - Weise Geschichte

Entwicklungsimpulse für Leben, Beratung, Coaching und Therapie

Weise Geschichte
Maik Schwertle / pixelio.de

Es war einmal ein Herz,
das lebte zusammen in einem kleinen
Dorf mit anderen Herzen und Seelen.

Als das Herz vor langer Zeit geboren wurde
und anfing Sekunde für Sekunde zu
schlagen, hatte es immer nur einen Wunsch.

Liebe zu empfangen und Liebe zu geben.

Oft fühlte es sich alleine, wollte und konnte aber nicht alleine sein,
und so geschah es, das das Herz immer mehr kleine Narben bekam.
Narben von Enttäuschungen und Verletzungen.

Die Narben wurden immer größer und die eigenen Wünsche und Bedürfnisse wurden immer weiter nach hinten gestellt. Vertrauen war nur noch ein Wort und nicht mehr ein stimmiges Gefühl, so wie es eigentlich sein sollte

Eines Morgens entschloss sich das Herz auf die Suche zu gehen, auf die Suche nach dem es sich immer gesehnt hatte. Auch wenn es dem Herz schwer fällt zu glauben das es so etwas wirklich gibt, war etwas in ihm, das den Namen Hoffnung trägt, und ihr Kraft und Mut gab, um die Reise zu beginnen.

Tage und Nächte kamen und gingen.

Das Herz hatte auf ihrer Reise mehrere Reisebegleiter, die ein Stück
mitgegangen sind.

Dazu gehörten unter anderem Selbstzweife, Einsamkeit und geringes Selbstwertgefühl.

Es war kurz bevor die Sonne am Horizont unterging, als das Herz zu einem Waldstück
kam. Es blieb stehen und lauschte der Stille.

Plötzlich spürte es, wie etwas
warmes und vertrautes, durch seine
Herzkammern floss. Ein Gefühl, das
es so noch nicht kannte. Es war ein
Gefühl von:
„Endlich angekommen zu sein“

Es hörte ein besondere Melodie, die nur ein
anderes Herz spielen kann. Auf einmal war
alles so leicht und schön.Es schaute sich
um, um herauszufinden wo die Melodie herkam.

Rechts oben auf einer Anhöhe sah sie ein Licht scheinen, ein Licht voller Wärme
und Geborgenheit.
Genau da wollte das Herz hin. Um dort hin zu gelangen, muss das Herz in den Wald und dann nach rechts hinauf zur Anhöhe.

Als das Herz los laufen wollte, kam ihr ein Kopf entgegen und fragte wo es den hin wollte. Als das Herz im dieses sagte, bietet der Kopf  ihr an, es zu begleiten.
Leichtgläubig wie es das Herz war, dachte es sich nichts dabei und willigte ein.

Der Kopf aber dagegen wollte nichts anderes als das Herz von dem schönen
fernzuhalten.

Er verwickelte das Herz in ein Gespräch und lenkte es dadurch ab, so das sie an der Abzweigung vorbei liefen und immer tiefer in den Wald kamen. Weg von der Herzensmelodie und dem Warmen und Vertrauten.

Als das Herz merkte, das es nicht mehr das Vertraute spürte und es wieder kälter wurde, verabschiedete sich der Kopf und ließ das Herz wieder alleine zurück.

Trauer und Einsamkeit hielten wieder Einzug. Damit es nicht alleine sein musste machte sich das Herz wieder auf die Heimreise.

 

Diese Geschichte wurde geschrieben und zur Verfügung gestellt von: Bernd Hesselbach

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"Lassen wir ein Kind so lange wie möglich ein Kind sein. Erwachsen ist es noch sein ganzes Leben."

 

Zitat: Maria-Theresia Radloff