Wirklichkeit(en) - Konstruktivismus

Mit Verantwortung und Bewusstsein das eigene Sein gestalten

Der Lebensgestaltung und dem (Zusammen)Lebensverständnis dienlich ist die Auseinandersetzung mit Wahrnehmungstheorien. Alleine der Umstand das es mehrere Theorien gibt, zeigt das “die Sache” mit unserer Erlebenswelt “nicht ganz klar” ist. Die für unseren Weg tragende Theorie war und ist der Konstruktivismus. Der Konstruktivismus verhilft - unserer Meinung und Erfahrung nach - am ehesten zu einer korrekten Sicht der Dinge. Und diese - durch konstruktivistisches Denken hervorgehende Sichtkorrektur - bringt uns der Findung des “großen Ich” (unseren wahren Selbst) ein entscheidendes Stück weiter. Diese Denkrichtung räumt auf mit der Welt von Richtig und Falsch und erschafft dadurch einen friedevollere Welt. Und das Aufräumen geht wirklich einfach wenn wir erkennen, zu tiefst erfahren, dass wir die Konstrukteure unseres Seins sein können.


Aus Wikipedia:

Der Radikale Konstruktivismus (RK) ist eine Position der Erkenntnistheorie, die sich deutlich von anderen Konstruktivismen unterscheidet. Die Kernaussage des radikalen Konstruktivismus ist, dass eine Wahrnehmung kein Abbild einer bewusstseinsunabhängigen Realität liefert, sondern dass Realität für jedes Individuum immer eine Konstruktion aus Sinnesreizen und Gedächtnisleistung darstellt. Deshalb ist Objektivität im Sinne einer Übereinstimmung von wahrgenommenem (konstruiertem) Bild und Realität unmöglich; jede Wahrnehmung ist vollständig subjektiv. Darin besteht die Radikalität (Kompromisslosigkeit) des radikalen Konstruktivismus. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Radikaler_Konstruktivismus


Für uns bedeutet das in Kurzform: Wir sind die Konstrukteure unserer Wirklichkeit. Durch unser Inneres erschaffen wir unser Außen. Diese Erkenntnis ist und war ein Antriebsmotor. Ein Antrieb in uns aufzuräumen und freizulegen was wir wirklich sind. Aller konstruierter Ballast gehörte enttarnt und abgeworfen und das bestehende Weltbild von der Pike auf überprüft. Das Ziel? Erfahren “was Wirklich ist”. Was jenseits der Konstruktion von “unserem erdachten Selbst” unserem “kleinen ICH” liegt. Wir selbst nennen diese enttarnte ICH-Konstruktion für uns “das kleine ICH”. Und dahinter. Dahinter liegt das “große Ich”. Unser ureigenes Selbst. Unser Wesen. Das große Ziel der Persönlichkeitsarbeit ist dies zu erkennen. Nicht nur intellektuell verstehen um es dann irgendwo zwischen wichtig, möglich und bedeutungslos abzuspeichern. Nein. Es geht um fühlen, spüren, erfahren. All unsere Informationen gehen ins Aus wenn sie nicht durch dich geprüft und überdacht werden. Darum bitten wir dich: Prüfe, prüfe, prüfe.


Aber zurück zum konstruktivistischen Denken. Ein großer Mitgestalter war Paul Watzlawick.


Aus Wikipedia:

Paul Watzlawick (* 25. Juli 1921 in Villach, Kärnten; † 31. März 2007 in Palo Alto, Kalifornien) war ein österreichischer Kommunikationswissenschaftler, Psychotherapeut, Soziologe, Philosoph und Autor. Seine Arbeiten hatten auch Einfluss auf die Familientherapie und allgemeine Psychotherapie. Im deutschsprachigen Raum wurde er vor allem durch seine populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen zur Kommunikationstheorie und über den radikalen Konstruktivismus einem größeren Publikum bekannt. Er lebte und arbeitete in seiner Wahlheimat Kalifornien. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Watzlawick


Die Beschäftigung mit seinen Arbeiten schenkte uns eine nützliche Sichtweise.

Bei dieser Sichtweise wird DIE Wirklichkeit in Wirklichkeiten erster und zweiter Ordnung getrennt. Es gibt keine universelle sondern individuelle Wirklichkeit und somit auch Wahrheit.


Beispiel: Bier. Bier ist für mich als Biertrinker erst mal Bier. Auch für einen Weintrinker ist Bier Bier. () Eine Wirklichkeit erster Ordnung. Über dieses Thema werden wir uns wohl nicht streiten.

Wenn aber eine Beurteilung über das Getränk an sich ins Spiel kommt dann kommen wir ins Reich der Wirklichkeit zweiter Ordnung. Und dort ist auch das Zuhause von Streit. Streit aber, wird mit dem Wissen, nein nicht nur durch das Wissen, vielmehr durch das Bewusstsein über diese Wirklichkeitsebenen, oft gar nicht erst aufkeimen.


Und wenn er doch entsteht, dann kann es das es die Sache des Streitpunktes es einfach wert ist ausgestritten zu werden.


Durch diese Erkenntnis kann man Streitpunkte besser erkennen und bewerten. Mit dieser neuen Wirklichkeitswahrnehmung ist man sicher sehr selten an der streitenden Front. Und für die Meditierenden unter euch. Die durch diese Erfahrung erlebte Entspannung, gehen so manche immer wiederkehrende störende Gedanken verloren. Nicht das nicht in einer Verdrängung. In Erkenntnis!


Die Arbeit an unserer Persönlichkeit. Das Stärken stärken und Schwächen schwächen dient letztendlich einem großen Ziel. Dem Entdecken “des großen ICH”.

Wir lassen uns auf diesem Selbstfindungsweg von Lichtwesen begleiten und stärken. Wir wissen ja selbst nicht genau wie, aber die Arbeit mit ihnen an uns, begleitet von Beschäftigung mit dem Thema Bewusstsein, hat uns zu etwas unendlich Großen geführt. Sie sind Antriebsmotor, Wegweiser und Haltepunkt. Und dafür sind wir dankbar.


Zum Thema Konstruktivismus haben wir dir mit diesem Text nur einen Appetithappen bieten können. Nicht ohne Absicht. Wir hoffen du hast Appetit bekommen, denn nur wenn du selbst für Nachschlag sorgst kann aus “geglaubten Wissen” “gefühltes Verstehen” werden.


"Die Prophezeiung des Ereignisses führt zum Ereignis der Prophezeiung."

Zitat: Paul Watzlawick, Anleitung zum Unglücklichsein"


"Was wir sehen, ist nicht, was wir sehen, sondern was wir sind."

Zitat: Fernando Pessoa, Das Buch der Unruhe"


"Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen,

sondern die Vorstellungen und Meinungen von den Dingen."

Zitat: Epiktet, griechischer Stoiker und Philosoph

Audio-Betrag:

Paul Watzlawick klärt auf unkonventionelle und amüsante Weise darüber auf, was die sogenannte Wirklichkeit tatsächlich ist. Denn sie ist keineswegs das, was wir naiv »Wirklichkeit« zu nennen pflegen, sie ist vielmehr das Ergebnis zwischenmenschlicher Kommunikation, was Watzlawick mit vielen verblüffenden Beispielen belegt.

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"Die Prophezeiung des Ereignisses führt zum Ereignis der Prophezeiung."


Zitat: Paul Watzlawick