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In diesem Text werden die Begriffe
“gro�es ICH” und “kleines ICH” genutzt.
F�r das Verst�ndnis dieser Begriffe und
somit dieses Textes ist es sinnvoll
unsere
Einf�hrung zum Thema “ICH” zu lesen.
Das kleine ICH (das Ego) grenzt Raum ab und
nennt diesen dann MEIN.
Das gro�e ICH (das Selbst) erkennt, dass es -
abgesehen vom eigenen Selbst - kein MEIN
gibt.
Erkenne was die Dinge
wirklich sind.
Dinge sind Formen der Welt.
Dinge k�nnen und d�rfen erfreuen und
gefallen.
Dinge sind jedoch nicht DU. Sind
nicht DEIN.
Was nicht DEIN ist, kann dir nicht
genommen werden.
Habe Freude an den Dingen
der Welt.
Lasst die Dinge nicht die Welt
werden.
Wir kommen nackt zur Welt und
bekommen dabei alles mit “was unser”
ist.
Im Laufe der Zeit bekommen wir immer
mehr - mehr oder weniger - n�tzliche und
sinnvolle “Dinge” zu Seite gestellt.
Diese Dinge werden schnell zu “unserem”.
Zu MEIN. Zu Besitz. Mit diesem
MEIN-Denken kommt auch Verlust-Denken.
Je mehr wir besitzen, umso mehr k�nnen
wir verlieren. Diese Angst vor Verlust
kann wachsen. Jedes Mehr an Besitz kann
ein Mehr an Angst mitsichbringen.
Die L�sung ist nicht Besitzlosigkeit.
Besitzlosigkeit ist zwar eine
M�glichkeit, jedoch keine Notwendigkeit.
Die L�sung ist eine
Haltungsver�nderung. Erkennen dass
es abgesehen vom eigenen SEIN - kein
MEIN gibt.
MEIN und DEIN sind - da ein
dualistisches, ein trennendes Konzept -
eine Funkion des kleinen ICHs. Wenn wir
dies erkennen, verstehen und annehmen
k�nnen, ist ein Haltungwechsel
problemlos m�glich.
Beispiel: Grund und Boden
Das kleine ICH (das Ego) grenzt ein St�ck Boden
ab und nennt dieses St�ck dann MEIN.
Die Begrenzung erschafft ein “MEIN”. Die
Grenze macht dieses “MEIN” jedoch
KLEIN.
W�rden diese Grenzen - in Form von
Mauern und Z�unen - nur in der
physischen, in der greifbaren Welt -
gezogen, w�ren sie wahrscheinlich leicht
zu �berwinden.
Die Grenzen werden jedoch - sogar zu
aller erst - im Kopf gezogen. “Dies soll
MEIN sein - MIR geh�ren” denkt das
kleine ICH (das Ego). Eine Mauer um ein Grundst�ck
ist eine Mauer um ein Grundst�ck. Die
Mauer im Kopf ist jene Mauer die das
kleine ICH (das Ego) zu verteidigen sucht.
Mauern sind Mauern. Und auch der
befreite Geist, das gro�e ICH (das Selbst) kann
Mauern bauen. Das gro�e ICH (das Selbst) baut jedoch
keine Mauern im Kopf. Es wei� um
seinen unendlichen Reichtum. Nicht der
abgegrenzte Grund und Boden bedeutet
Reichtum und Besitz. Der wahre Reichtum
ist jener Grund und Boden der ohne Mauer
ist. Es gibt so viele W�lder, Wiesen,
Berge, Fl�sse, B�che die frei zug�ngig
sind. Sicher, auch diese werden - laut
Grundbuch - jemandem geh�ren. Solange
jedoch weder Zaun, Mauer noch Verbot
eine Grenze ziehen, sind diese Pl�tze
der unendliche Reichtum, der “nicht
besessene Besitz” des gro�en ICHs.
Wisse:
Es bedarf nicht der Besitzlosigkeit. Man
kann Grund, Haus und Dinge besitzen.
Kann diese Dinge sch�tzen und auch MEIN
nennen. Heilsam ist, wenn man erkennt,
dass es nicht “MEIN” ist.
Wir sind Verwalter. Egal ob uns Dinge
geschenkt wurden oder ob sie durch harte
Arbeit zu uns kamen. Wir sind nur
Verwalter. Nie Besitzer. Und was k�mmert
es uns wenn ein, viele, oder alle Dinge
von uns genommen werden. Nichts! Denn
einem Verwalter ist bewusst, dass das
Verwaltete jederzeit vom Besitzer
zur�ckgefordert bzw. zur�ckgenommen
werden kann.
Und da Verwalten von Dingen Arbeit ist,
ist jedes Ding das genommen oder gleich
nicht vorhanden ist, weniger Arbeit. :-)
In Bezug auf Besitz ist es
auch hilfreich in Dingen ihre
grundlegende Funktion zu erkennen.
Ihren wahren Wert.
Beispiel Kleidung:
Heute dient Kleidung oft dem
K�rperschmuck. Sie soll zeigen “wer wir
sind”, welcher sozialen Gruppe wir uns
zugeh�rig f�hlen. Dabei ist Farbe,
Schnitt und Aussehen oft wichtiger als
Funktion und Haltbarkeit. Das kleine ICH (das Ego)
versucht sich �ber Kleidung ein Gesicht
zu geben, sich als Individuum, als “ICH
BIN” zu definieren. Sich eine Form zu
geben, sich zu unterscheiden, sich zu
festigen. Auch das gro�e ICH (das Selbst) darf und kann
Gefallen an Formen (z.B. Kleidung)
haben.
Es definiert sich jedoch nicht �ber
diese. Es erkennt - im Fall der Kleidung
- die Funktion hinter dieser. Kleidung
ben�tigen wir um unseren K�rper zu
sch�tzen. Kleidung erm�glicht uns Leben
in einer Umgebung die unserem nackten
K�rper keinen Lebensraum bieten w�rde.
Das “gro�e ICH (das Selbst)” erfreut sich an feinen
Stoffen, und zieht diese einem Lumpen
vor. Dennoch erkennt es auch den Wert
eines Umhangs aus Kartoffels�cken. Ob
dieses oder jenes zur Verf�gung seht,
ist bedeutungslos. Beides - feiner Stoff
oder Lumpen - kann Schutz und durch
diesen Freude bringen.
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