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"Lasse Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung!"
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Bildquelle: Frank Vincentz - Eigenes Werk (CC BY-SA3.0)

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Breitwegerich- Nahrungsmittel aus der Natur

Wild- und Wiesenkr�uter - Essbare Medizin/Survival Nahrung

Themen�bersicht "Breitwegerich"

Breitwegerich Kurzsteckbrief

Bl�tezeit: Mai bis September
Vorkommen: N�hrstoffreiche und feuchte Standorte
Von Meeresh�he bis ca. 2000 m H�he. Wege, Wegr�nder und Wiesen, gerne auf verdichteten B�den
Verbreitung: �ber 200 Arten �ber die ganze Welt verbreitet. Eigentlich stammt der Wegerich aus Europa, ist aber inzwischen weltweit verbreitet.
Sammelgut: Gesamtes Kraut
Sammelzeit: Zur Bl�tezeit (Mai-September)
Sammelvorschrift: M�glichst schnell in der Sonne oder dem Schatten bei 30-40 Grad Celsius trocknen. Bei langsamer Trocknung gibt es Verf�rbungen und Unwirksamwerden der Inhaltsstoffe
Inhaltsstoffe:  Aucubin, Gerbstoffe, �therische �le, Flavonoide, Pflanzens�uren und Schleimstoffe.
Heilwirkung: abschwellend, adstringierend, blutreinigend, blutstillend, entz�ndungshemmend, harntreibend, Husten, Bronchitis, Keuchhusten, Asthma, Halsentz�ndung, Appetitlosigkeit, Verdauungsschw�che, Magenschleimhautentz�ndung, Durchfall, W�rmer, Blasenschw�che, Wunden, Geschw�re, M�ckenstich, Wunde F��e;
Anwendungsbereiche: Breit- und Spitzwegerich werden mehr oder weniger gleich verwendet. Einen Namen geschaffen hat sich jedoch der Spitzwegerich. F�r alle Anwendungen kann man jedoch auch den Breitwegerich verwenden. Er ist in seiner Wirkung geringf�gig geringer und wird eher frisch und seltener getrocknet verwendet. Zus�tzlich zu den Heilwirkungen des Spitzwegerich, verwendet man ihn bei Gesichtsneuralgie und Zahnschmerzen.

Breitwegerich genauer betrachtet

Der Breitwegerich (Plantago major), oder Breit-Wegerich geschrieben, bzw. Gro�e Wegerich ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Wegerichgew�chse (Plantaginaceae) geh�rt. Er ist eine inzwischen weltweit verbreitete Pflanzenart und w�chst an Stra�en, Wegen, Pl�tzen, Weiden, Wiesen und �ckern.

Verwendung in der K�che / Survival Nahrung

Sowohl der Breitwegerich, als auch der Spitzwegerich sind komplett essbar. Die jungen, vor der Bl�te geernteten, etwas bitterlich schleimigen Bl�tter werden gr�ndlich gewaschen. Die z�hen Nerven werden entfernt und roh als Salat, zu Quarkspeisen oder gekocht als Gem�se und f�r Kr�utersuppen genommen. Die Knospen schmecken etwas nach Champignon, lassen sich d�mpfen oder kochen und Salaten beigeben. Man kann sie aber auch roh von der Wiese essen. Die Wurzeln sollen gereinigt, klein geschnitten und in Eint�pfen oder Suppen eine aromatische Beigabe sein.

Medizinische Nutzung / Hom�opathie

Der Breitwegerich ist ein verbreitetes Volksheilmittel. Er enth�lt Schleimstoffe, Iridoid-Glykoside, besonders Aucubin, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Polyphenole, und andere Wirkstoffe. Der Saft, bzw. Brei aus den Bl�ttern wirkt entz�ndungshemmend und f�rdert die Wundheilung. Neuere Studien verweisen auch auf eine m�gliche antivirale und immunmodulatorische Wirkung von Plantago major. Der Saft wurde volkst�mlich eingesetzt bei Magenschleimhautentz�ndung, Magen- und Darmgeschw�ren, Durchfall, Reizdarm, Blutungen der Harnwege, Atemwegskatarrh und Insektenstichen aller Art. Eine Wirksamkeit in diesen Anwendungsgebieten ist nicht ausreichend belegt.

Verwechslungsgefahr (mit Giftpflanzen)

Hat typisches Aussehen. Verwechslungsgefahr nicht bekannt.

Beschreibung der Pflanze / Pflanzenbestimmung

Breit-Wegerich w�chst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht eine Wuchsh�he zwischen 3 und 25 cm. Sie bildet ein Rhizom als �berdauerungsorgan. Die in einer grundst�ndigen Blattrosette angeordneten Laubbl�ttern sind l�ffelf�rmig und handtellergro�. Die einfache Blattspreite ist eif�rmig bis elliptisch und kahl bis dicht, kurz behaart.

Die Bl�tezeit reicht von Juni bis Oktober. Endst�ndig auf einem blattlosen Bl�tenstandsschaft, der etwa so lang oder k�rzer als die Laubbl�tter und h�chstens zweimal so lang wie der Fruchtstand ist, steht aufrecht ein�hriger Bl�tenstand. Die Bl�ten sind geruchlos. Die gr�nlichen bis wei�lichen Staubf�den sind etwa 2 mm lang und die verkehrt-herzf�rmigen Staubbeutel sind etwa so lang wie breit. Der Pollen wird durch Windbest�ubung verbreitet. Die Frucht enth�lt meist 6 bis 30, selten bis zu 46 Samen.

Klick auf Bild f�r Gro�ansicht (�ffnet in einem neuen Fenster)
Grafik mit freundlicher Genehmigung von Kurt St�bers (www.biolib.de) von H. Zell (Eigenes Werk) (CC-BY-SA-3.0) via Wikimedia Commons von AnRo0002 (Eigenes Werk) [CC0], via Wikimedia Commons

Verbreitung und Standorte

Urspr�nglich in Europa heimisch, hat sich diese Pflanzenart inzwischen weltweit verbreitet. Da der Breitwegerich (ebenso wie der Spitzwegerich) zu den „trittfesten“ Pflanzen geh�rt, ist er ein Anzeiger f�r h�ufig begangene Stellen. Er kam einst mit den europ�ischen Siedlern nach Nordamerika und wurde von den Indianern als „Fu�stapfen des wei�en Mannes“ bezeichnet. Diese Pflanzenart ist sehr widerstandsf�hig. Sie w�chst auch in Pflasterritzen und auf h�ufig betretenen Rasenfl�chen. Der Breitwegerich ist wenig empfindlich gegen Salze und kann Dank seiner bis zu 80 cm langen Wurzel auch auf verdichteten B�den wachsen.

Breitwegerich ernten | Ernte Tipps

Verwendung finden die zarten und gesunden Bl�tter, die noch vor der Bl�te gepfl�ckt werden sollen. Die Ernte erstreckt sich vom Fr�hjahr bis in den Herbst hinein. Die Bl�tter werden im luftigen Schatten getrocknet und als Wintervorrat in gut verschlossenen Gef��en aufbewahrt. – Die Samenst�nde des Spitzwegerichs dienen als beliebtes Vogelfutter.

Geschichtliches / Wissenswertes

Spitzwegerich und Breitwegerich sind uralte Heilpflanzen. Erw�hnt wurden sie schon von den Assyrern als Auflage gegen Schwellungen. Symbol f�r Fruchtbarkeit. Plinius lobte den Spitzwegerich wegen seiner guten Wirkung bei den Folgen von Bissen wilder Tiere sowie Stichen von Skorpionen. Im 2. Weltkrieg behandelten �rzte mangels Antibiotika infizierte Wunden mit Spitzwegerich-Zubereitungen.

Trivialnamen/Synonyme/Volksnamen

Ackerkraut, Maus�hrle, Rippenblatt, Saur�ssel, Wegeblatt, Wegebreit, Wegetrene, Wegtritt

Bestimmungshilfe (Video)

Beispielrezept(e) / Verwendungsm�glichkeit

Breitwegerichsuppe

30 g Margarine
30 g Mehl
250 ml Gem�sebr�he
250 ml Karottensaft
500 ml Sojamilch
� Zitronensaft
Salz, wei�er Pfeffer, Muskat
250 g Breitwegerich
1 Bund Petersilie, glatt

Die Margarine erhitzen und darin das Mehl anschwitzen.
Abl�schen mit dem Karottensaft, dem Gem�sefond und der Sojamilch.
Den Breitwegerich waschen, gut trocken schleudern und sehr fein hacken.
Zu der Br�he geben, kurz aufkochen, die Petersilie beigeben, alles f�r gut drei Minuten ziehen lassen und mit den Gew�rzen abschmecken.

Quellenangaben

Teile des Beitrages basieren auf dem Artikel "B�rlauch" aus der freien Enzklop�die Wikipedia und steht unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“.
N�hrwertangaben aus: Gu N�hrwerttabelle
Inhalte Kurzsteckbrief/Geschichtliches: kaesekessel.de
(Aussagen zur Heilwirkung: heilkraeuter.de)
selbst zusammengefasstes Wissen aus B�chern (siehe Buchempfehlungen)
Rezept/Verwendungstipp: http://kraeuterfuchs.wordpress.com/die-krauter-von-a-z/breitwegerich/

 

 

 
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Bild: Pixabay.de

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