Wahres Labkraut: Juni - September
Klettenlabkraut: Juni - Oktober
Vorkommen:
Feuchte, n�hrstoffreiche und stickstoffhaltige
Lehmb�den, w�chst auf �ckern, in G�rten, Schuttpl�tzen und
in Geb�schen.
Verbreitung:
Echtes Labkraut: Europa und Asien, Kletten-Labkraut:
Europaa
Sammelgut:
Kraut
Sammelzeit:
Wahres Labkraut: Juli
Ansonsten auch das ganze Jahr �ber. Frische Triebe des
wei�en Labkrauts findet man auch im Winter an schneelosen
Stellen unter trockenem Gras.
Inhaltsstoffe:
wenig �therisches �l, viel Kiesels�ure, Gerbstoffe,
organische S�uren und Flavonoide.
Auch das Kletten-Labkraut kann wie das echte Labkraut
verwendet werden! (Auch das Wiesen-Labkraut ist essbar -
jedoch enth�lt es wenige wirksame Stoffe).
Echtes Labkraut genauer betrachtet
Das Echte Labkraut (Galium verum), auch Gelbes Waldstroh,
Liebfrauenbettstroh, Liebkraut, Gliedkraut, Gelb-Labkraut genannt,
ist eine Pflanzenart aus der Familie der R�tegew�chse (Rubiaceae).
Sie ist in Eurasien verbreitet.
Verwendung in der K�che / Survival Nahrung
Junge Triebe, Bl�ten und Samen sind essbar. Die jungen Triebe
k�nnen als Salatzugabe, aber auch in Gem�sepfannen verarbeitet
werden. Das Klettenlabkraut sollte man d�nsten, um das haarige etwas
zu mildern. Die Bl�ten des Wiesen-Labkrauts eignen sich als
Dekoration auf Salaten oder auch als Salatbeigabe, sowie zur
Verarbeitung in Limonaden.
Medizinische Nutzung / Hom�opathie
Aufgrund seiner volkst�mlich genutzten harntreibenden
Eigenschaften soll sich Labkraut-Tee als hilfreich bei Gallen- und
Nierensteinleiden erwiesen haben. Einen Beleg f�r die Wirksamkeit
gibt es jedoch nicht.
Verwechslungsgefahr (mit Giftpflanzen)
Labkrautarten untereinander und mit dem Waldmeister. Beim
Waldmeister sind die Bl�tter breiter und bilden dadurch einen
dichteren Ring um den Stengel.
Beschreibung der Pflanze / Pflanzenbestimmung
Das Echte Labkraut w�chst als ausdauernde krautige Pflanze und
erreicht Wuchsh�hen von meist 20 bis 70 Zentimeter, selten bis zu 1
Meter. Es werden unter- und oberirdische Ausl�ufer gebildet. Die
aufrechten oder aufsteigenden bis niederliegenden, rundlichen
St�ngel sind abstehend kurz behaart und besitzen oben vier erhabene
Leisten. Die schmal linealischen, nadelf�rmigen, gefurchten, am Rand
zur�ckgerollten, zu sechst bis zw�lft im Wirteln angeordneten
Laubbl�tter sind etwa 1 mm breit und zwischen 15 und 25 Millimeter
lang werden und einnervig oder undeutlich nervig sowie unterseits
weichhaarig.
Die Bl�tezeit reicht von Mai bis September. Die relativ kleinen,
gold- bis zitronengelben, in rispigen Bl�tenst�nden angeordneten,
Bl�ten riechen intensiv nach Honig. Die Krone ist radf�rmig; der
Kronzipfel kurz bespitzt, nicht grannenspitzig.
Die Frucht ist glatt.
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Grafik mit freundlicher
Genehmigung von Kurt St�bers (www.biolib.de)
von Gimooto (Eigenes
Werk) CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons
von AnRo0002 (Eigenes
Werk) [CC0], via Wikimedia Commons
Verbreitung und Standorte
Das Echte Labkraut ist eurasisch verbreitet. Als Standort werden
Magerrasen und -weiden, Halbtrockenrasen, Wegraine, Geb�schs�ume
aber auch Moorwiesen bevorzugt.
Echtes Labkraut ernten | Ernte Tipps
Die Bl�tezeit ist von Juni bis September. Labkraut w�chst fast in
ganz Europa sowie in Kleinasien. Geerntet wird das ganze Kraut
w�hrend der Bl�tezeit. Dazu wird es �ber der Wurzel abgeschnitten
und geb�ndelt an einem schattigen Ort zum Trocknen aufgeh�ngt.
Geschichtliches / Wissenswertes
Das echte Labkraut war bei den Germanen Freya-Ostara-Holle, der
G�ttin der Liebe, der Fruchtbarkeit und der Natur geheiligt. Sie
galt als Sch�tzerin der Ehe und der Geburt. Aus diesem Grunde wurde
den Schwangeren zur Erleichterung der Geburt Labkraut ins Bett
gelegt.
Wie andere Galium-Arten enth�lt das Echte Labkraut das Labferment,
das bei der K�seherstellung genutzt wird. Heute hat man allerdings
andere Quellen f�r das Labferment. Doch f�r die Herstellung von
englischem Chesterk�se wird das Kraut noch heute genutzt. Die
Farbstoffe der Bl�ten geben dem Chesterk�se seine gelblich-orange
Farbe und sind verantwortlich f�r den besonderen Geschmack.
In Schottland wird das Echte Labkraut noch heute als F�rbemittel
verwendet; die Wurzeln f�rben rot, die Bl�ten gelb. Die bl�hende
Pflanze ist auch zum Aromatisieren und Gelbf�rben von Getr�nken
geeignet.
Das Echte Labkraut wird als Zierpflanze verwendet und ist
beispielsweise f�r Wildpflanzeng�rten sehr zu empfehlen. Es l�sst
sich zur Kultur auch vegetativ durch „Wurzelausl�ufer“ vermehren.
Hierf�r nimmt man 1 geh�uften Teel�ffel Labkraut und l�sst diesen in
� Liter kochendem Wasser aufbr�hen und etwa 15 Minuten zugedeckt
ziehen.
F�r die Herstellung von frischem Labkrautsaft wird dieses gewaschen
und noch nass in die Saftzentrifuge gegeben und ausgepresst.
Der frische Labkrautsaft kann z.B. beim Abnehmen n�tzliche Dienste
leisen. Hierf�r sollte 3-mal t�glich zwischen den Mahlzeiten ein
Glas getrunken werden.
Frisch aufgebr�hter Tee, abgek�hlt, l�sst sich perfekt f�r die
schnelle Heilung bei Sch�rfwunden und leichten Verbrennungen
einsetzen.
Wer sich aber nicht mit dem Ernten des Labkrauts vertraut machen
m�chte, aber auf dieses altbew�hrte Hausmittel nicht verzichten mag,
hat nat�rlich die M�glichkeit, fertigen Labkrauttee in jeder gut
sortierten Apotheke zu kaufen.
Quellenangaben
Teile des Beitrages basieren auf dem Artikel "Echtes Labkraut"
aus der freien Enzklop�die Wikipedia und steht unter der Lizenz „Creative
Commons Attribution/Share Alike“.
N�hrwertangaben aus: Gu N�hrwerttabelle
Idee/Inhalte Kurzsteckbrief: kaesekessel.de
Info Heilwirkung/Anwendungbereiche: heilkraeuter.de
Beispielrezept/Verwendungstipp: kraeuter-welt.de
selbst zusammengefasstes Wissen aus B�chern (siehe Buchempfehlungen)
>>> Weiter mit
dem Wildkraut ...
Bild: Pixabay.de
Klettenlabkraut
Das Kletten-Labkraut (Galium
aparine) ist eine in ganz Europa
sehr h�ufige Pflanzenart aus der
Familie der R�tegew�chse (Rubiaceae).
Sie ist ...