Schuttpl�tze, Wege, Z�une, Hecken. Oft vergesellschaftet
mit der Brennnessel an Dunghaufen und Viehweiden
Verbreitung:
Gem��igtes Europa und Asien, Himalaja und Alpen.
Sammelgut:
Bl�tter und Bl�ten
Sammelzeit:
Mai - Juli
Sammelvorschrift:
Die wei�en Lippenbl�ten werden bei trockenem Wetter
vorsichtig aus den Kelchen herausgel�st und in d�nner
Schicht m�glichst schnell getrocknet, un eine braune
Verf�rbung zu bermeiden. Die gelblichwei�en Bl�ten haben
einen schwach honigartigen Geruch und schmecken s��lich und
schleimig. Auch junge Triebe und Bl�tter k�nnen (roh)
verzehrt werden.
Inhaltsstoffe:
Biogene Amine, unter anderem Cholin, Histamin, Tyramin
und Methylamin, weiterhin die Flavonoide Quericimeritrin,
K�mpferol-3-digulucosid, Lamiosid und Rutin. Ferner
Gerbstoffe und Schleim
Die Wei�e Taubnessel (Lamium album) ist eine Pflanzenart, die zur
Familie der Lippenbl�tengew�chse (Lamiaceae) geh�rt. Sie hat im
Gegensatz zur Brennnessel keine Brennhaare und ist auch nicht direkt
mit ihr verwandt. Die �hnlichkeit der Blattform zur Brennnessel hat
jedoch der Gattung den deutschen Namensteil „Nessel“ eingebracht.
Verwendung in der K�che / Survival Nahrung
Die wei� leuchtenden nach Honig duftenden Bl�ten sind bei Kindern
sehr beliebt, da sie einen wohlschmeckenden Nektar enthalten. Die
jungen Triebe der Taubnessel k�nnen als Gem�se gegessen werden.
Bl�tter k�nnen Salaten, Pestos und Smoothies beigegeben werden.
Medizinische Nutzung / Hom�opathie
Als Expektorans (auswurff�rderndes Mittel) bei Erkrankungen der
Atemwege – also schleiml�send – sowie gegen Bl�hungen. Mittels
Umschl�gen der abgekochten Pflanze werden Hautschwellungen, Beulen,
Krampfadern und Gichtknoten behandelt. Die Taubnessel wirkt schwach
harntreibend. Eine antiinflammatorische (entz�ndungshemmende)
Wirkung ist mittels Tierversuchen bewiesen worden. Diese Wirkung
wird haupts�chlich gegen Entz�ndungen an der Mund- und
Rachenschleimhaut verwendet.
Als Hauptwirkstoffe gelten Iridoidglykoside, haupts�chlich Lamalbid,
neben Caryoptosid und den Albosiden A+B.
Verwechslungsgefahr (mit Giftpflanzen)
Im nicht bl�henden Zustand mit der gemeinen Brennnessel (Urica
dioica L.)
Rote Taubnessel (Lamium purpureum L.) und nat�rlich die gelbe und
die wei�e Taubnessel untereinander.
Beschreibung der Pflanze / Pflanzenbestimmung
Die Wei�e Taubnessel ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die
Wuchsh�hen von 20 bis 70 Zentimetern erreicht. Am vierkantigen
St�ngel stehen kreuzgegenst�ndig die ges�gten und gestielten
Laubbl�tter.
Die Wei�e Taubnessel bl�ht von April bis Oktober. Die Bl�ten stehen
in Scheinquirlen. Die zwittrigen Bl�ten sind zygomorph und
f�nfz�hlig mit doppelter Bl�tenh�lle. Die wei�e Bl�tenkrone ist
zweilippig, wobei die Oberlippe behaart ist. Wie bei allen
Lippenbl�tlern stellt das untere Bl�tenkronblatt einen idealen
Anflugplatz f�r best�ubende Insekten dar. In der Kronr�hre kann man
einen Haarring sehen, der den Nektar sch�tzt. Der Pollen ist
hellgelb.
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Grafik mit freundlicher
Genehmigung von Kurt St�bers (www.biolib.de)
Bild von Pixabay.de
von Mussklprozz,
CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons
Verbreitung und Standorte
Die Wei�e Taubnessel ist in ganz Europa und Nordasien verbreitet.
Die winterharten Taubnesseln wachsen am Weg- und Wiesenrand sowie in
Gr�ben, Hecken und auf Schuttpl�tzen. Sie w�chst besonders auf
stickstoffreichem Boden.
Nach Ellenberg ist die Wei�e Taubnessel eine Halblichtpflanze, ein
Frischezeiger, an �berm��ig stickstoffreichen Standorten wachsend
und eine Verbandcharakterart der Klettenfluren (Arction lappae).
Ebenso wie die Rote Taubnessel, die Gefleckte Taubnessel und die
Goldnessel gilt auch die Wei�e Taubnessel als wichtige Nektar- und
Pollenpflanze f�r Honigbienen. Die Best�ubung erfolgt jedoch
�berwiegend durch Hummeln, die aufgrund ihres langen R�ssels besser
an den tiefliegenden Nektar der Bl�te gelangen.
Dieser Hemikryptophyt ist eine Ruderalpflanze, Arch�ophyt und
Kulturfolger. Die Wei�e Taubnessel ist sehr ausbreitungaktiv. Sie
profitiert von der Eutrophierung der Landschaft durch D�ngung und
Verschmutzung mit organischen Materialien. Die Pflanze ist
winterhart.
Die Bl�ten sind nektarf�hrende, homogame Lippenblumen und enthalten
Saponine und Schleimstoffe. Sie werden von Bienen und Hummeln
best�ubt. Die Pflanze ist erst ab dem zweiten oder dritten Jahr
bl�hf�hig. Ihre Ausl�ufer �berwintern meist gr�n und bilden im
folgenden Jahr Bl�tensprosse.
Taubnessel ernten | Ernte Tipps
Die Wei�e Taubnessel kann in den Monaten April bis September
(Bl�ten Mai bis Juli) gesammelt werden. Geerntet werden die
bl�henden Sprossspitzen und die jungen Bl�tter. Zur Trocknung werden
sie an einen schattigen und luftigen Ort gestellt. Die Aufbewahrung
erfolgt trocken und vor Licht gesch�tzt. Die Wurzeln k�nnen im
Herbst geerntet werden.
1/2 l Sojamilch
1 kleine Zwiebel
1 Lorbeerblatt
100 g Grie�
1 TL Senf
1 Prise Cayennepfeffer
Salz, gemahlener Pfeffer aus der M�hle
Eiersatz f�r ein Ei
Semmelmehl
�l
2 EL Taubnessel, geschnitten
Sojamilch, Zwiebel und Lorbeerblatt aufkochen lassen, vom Herd
nehmen und 10-15 Min. ziehen lassen. Zwiebel und Lorbeerblatt
herausnehmen, Sojamilch erneut zum Kochen bringen und langsam Grie�
einstreuen. Danach Senf, Cayennepfeffer, Salz und Pfeffer dazugeben,
gut mischen. Zum Schlu� den geschnittenen Taubnessel untermischen.
Masse etwa 1 cm dick auf ein ge�ltes Blech streichen, v�llig
erkalten lassen und in Dreiecke schneiden. Teigdreiecke zuerst im
verquirltem Eiersatz, danach im Paniermehl wenden und in hei�em �l
kurz braten. Bratlinge abtropfen lassen. Mit Zitronenscheiben und
Taubnesselbl�ttern garnieren.
Taubnesseltee
1 TL Taubnesselbl�ten mit 1/4 l kochendem Wasser �bergiesen,
zudecken und nach 10 Min. abseihen.
Quellenangaben
Teile des Beitrages basieren auf dem Artikel "B�rlauch" aus der
freien Enzklop�die Wikipedia und steht unter der Lizenz „Creative
Commons Attribution/Share Alike“.
N�hrwertangaben aus: Gu N�hrwerttabelle
Idee/Inhalte Kurzsteckbrief: kaesekessel.de
Info Heilwirkung/Anwendungbereiche: heilkraeuter.de
Rezept(e)/Verwendungtipp:kraeuterfuchs.wordpress.com
selbst zusammengefasstes Wissen aus B�chern (siehe Buchempfehlungen)
>>> Weiter mit
dem Wildkraut ...
Bild: Wikimedia
Vogelmiere
Die Gew�hnliche Vogelmiere
(Stellaria media), auch
Vogel-Sternmiere, H�hnerdarm
oder Hustdarm genannt, ist eine
Pflanzenart der ...