An schattigen, stickstoffreichen Standorten in G�rten,
W�ldern, Hecken und Geb�schen.
Verbreitung:
Giersch w�chst in ganz Europa bis auf die Iberische
Halbinsel. Er ist in Nordamerika und in den gem��igten
Klimazonen Asiens heimisch geworden.
Sammelgut:
Bl�tter und Sprosse, Wurzeln, Fr�chte
Sammelzeit:
Bl�tter und Sprosse: Mai-Juli
Wurzel: Fr�hjahr und Herbst
Fr�chte: Juli - August
Sammelvorschrift:
Die jungen Bl�tter und Sprosse werden vor der Bl�te
gepfl�ckt. Man kann sie frisch im Salat essen, oder auch
trocknen. Die Fr�chte erh�lt man, wenn der krautige Teil der
Pflanze gepfl�ckt, im Schatten getrocknet um dann die
Fr�chte herausgeklopft wird.
Inhaltsstoffe:
Vitamin C 201 mg in 100 g, Provitamin A 0,6845 mg in 100
g, Eiwei� 6,7 g in 100 g, Eisen, Kupfer, Mangan, Titan, Bor,
Kalium, ein Saponin, Polyin, Harz, �therische �le
Der Giersch (Aegopodium podagraria) ist eine Pflanzenart aus der
Gattung Aegopodium in der Familie der Doldenbl�tler (Apiaceae). Sie
ist die einzige in Europa vorkommende Aegopodium-Art. Der botanische
Gattungsname Aegopodium leitet sich von griechisch αἴγειος = aigeos
(f�r „von Ziegen“) und griechisch πούς-ποδός = pous-podos f�r Fu� ab
und bezieht sich auf die Gestalt der Bl�tter, die an einen Ziegenfu�
erinnern. Das Artepitheton podagraria weist darauf hin, dass diese
Pflanzenart seit Jahrhunderten in der Volksmedizin zur Linderung der
Schmerzen bei Rheumatismus und Gicht (Podagra) Verwendung fand.
Giersch gilt bei G�rtnern als ein l�stiges „Unkraut“; er breitet
sich wuchernd aus und l�sst sich wegen seiner unterirdischen Triebe
nur schwer bek�mpfen. Andererseits ist Giersch ein wohlschmeckendes
Wildgem�se das in keinem Buch �ber Wild- und Wiesenkr�uter fehlen
darf.
Verwendung in der K�che / Survival Nahrung
Im Mittelalter, aber auch in neuerer Zeit wurde Giersch sowohl
als Gem�se wie auch als Heilpflanze eigens angebaut.
Mittelalterliche Quellen belegen, dass er in Kloster- und
Bauerng�rten eine „nat�rliche“ Nutzpflanze war.
Giersch kann als Salat oder Gem�se zubereitet werden und erinnert in
Geruch und Geschmack an Spinat und ein wenig an Petersilie. Er
enth�lt viel Kalium, Vitamin C, Karotin und Eisen.
Da Giersch im Gegensatz zu vielen anderen Gem�searten �ber eine
lange Zeit im Jahr zur Verf�gung steht und nur geringe Anspr�che an
Boden, Wasser und Lichtversorgung stellt, sicherte er beispielsweise
w�hrend der Weltkriege vielen Menschen die Vitaminzufuhr. Beim
Sammeln ist darauf zu achten, eine Verwechslung mit ungenie�baren
und sogar giftigen Arten von Doldenbl�tlern zu vermeiden
(beispielsweise Gefleckter Schierling oder Breitbl�ttriger Merk).
Als Salat eignen sich – wie bei anderen Wildpflanzen auch – vor
allem die ganz jungen, kaum entfalteten Bl�tter. Die rohen Bl�tter
k�nnen auch in Aufstriche und Suppen gegeben werden. Wenn die
Pflanze schon �lter ist, sind die Bl�tter f�r einen schmackhaften
Salat zu grob. Sie eignen sich dann aber nach wie vor zum Kochen,
etwa f�r Aufl�ufe oder als Tee. Die Bl�tter werden dann vergleichbar
dem Blattspinat gekocht bzw. ged�nstet. Die Gierschstiele aber
k�nnen bitter schmecken und werden im Zweifel besser vor dem Kochen
entfernt.
Meerschweinchen und Kaninchen fressen den Giersch sehr gerne, so
dass er auch als Kleintierfutter dienen kann.
Medizinische Nutzung / Hom�opathie
Der Trivialname Podagrakraut oder Zipperleinskraut weist darauf
hin, dass Giersch ein traditionelles Mittel gegen Gicht ist. �ber
Jahrhunderte galt Giersch bei Patienten, die unter Gicht oder
Rheumatismus litten, als Heilmittel. Er soll gegen Rheuma, Gicht und
Arthritis, au�erdem krampfl�send, entgiftend und blutreinigend
wirken. Da keine Inhaltsstoffe gefunden wurden, die eine Wirksamkeit
f�r die genannten Indikationen belegen konnten, wird der Giersch in
neuen Arzneib�chern meistens nicht mehr aufgef�hrt.
Verwechslungsgefahr (mit Giftpflanzen)
Die Bl�te des Giersch �hnelt einigen anderen Pflanzen wie z.B.
der wilden M�hre, Bibernelle, und anderen Doldenbl�tlern (Z.B.:
Gefleckter Schierling oder Breitbl�ttriger Merk).
Beschreibung der Pflanze / Pflanzenbestimmung
Vegetative Merkmale
Der Giersch w�chst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht
Wuchsh�hen von 30 bis 100 Zentimeter. Da der Giersch aus einem stark
wuchernden Rhizom entspringt, k�nnen die Ausl�ufer Kolonien bilden.
Der kahle St�ngel ist kennzeichnend kantig-gefurcht.
Die wechselst�ndig am St�ngel angeordneten Laubbl�tter sind in
Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist doppelt
dreiz�hlig oder zweifach gefiedert. Die Fiederbl�tter sind
eif�rmig-l�nglich und besitzen einen ges�gten Rand. Die Fiedern 1.
Ordnung sind oft nur zweispaltig.
Generative Merkmale
Der doppeldoldige Bl�tenstand ist flach und 12- bis 25-strahlig. Es
fehlen sowohl H�llbl�tter als auch die H�llchenbl�tter. Die
unscheinbaren, wei�en Bl�ten sind zwittrig und f�nfz�hlig. Die
Bl�tezeit reicht meist von Juni bis Juli.
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Grafik mit freundlicher
Genehmigung von Kurt St�bers (www.biolib.de)
Fotograf Steffen Heinz -
GNU-Lizenz, via Wikimedia Commons
Frank Vincentz - Eigenes
Werk CC-BY-SA-3.0, via Wikipedia
Verbreitung und Standorte
Der Giersch ist in fast ganz Europa und den
gem��igt-kontinentalen Gebieten des eurasischen Laubwaldg�rtels
verbreitet. In Nordamerika wurde er vom Menschen eingef�hrt. Er
liebt stickstoffreiche B�den und tritt h�ufig in G�rten,
schattig-feuchten Geb�schen und W�ldern auf.
Giersch ernten | Ernte Tipps
Geschichtliches / Wissenswertes
Susanne Wiborg schreibt in einem Artikel („Zeit“ n. 24. 2005):
„im Kampf gegen den Giersch zeigt sich die Vergeblichkeit des
menschlichen Tuns“. Seine Beseitigung ist nur durch mehrj�hriges
Abdecken oder tiefreichende Aussiebung des Bodens m�glich. Giersch
ist mit dem weit verbreiteten Herbizidwirkstoff Glyphosat nur schwer
bis unzureichend zu bek�mpfen.
Giersch kann durch regelm��ige Entfernung der Bl�tter so lange
geschw�cht werden, bis er abstirbt. Dies ist langwierig und dauert
in der Regel viele Jahre. Selbst wenn zus�tzlich die Wurzeln gehackt
werden, regeneriert sich die Pflanze meist schnell. Die vom Giersch
betroffene Fl�che kann lichtdicht abgedeckt werden. Nach etwa zwei
Jahren sind die unter der Abdeckung liegenden Pflanzen abgestorben -
nicht jedoch ruhende Samen. Eine Bepflanzung der betroffenen Fl�che
mit Kartoffeln kann den Giersch unterdr�cken, da ihm die schneller
wachsenden Kartoffelpflanzen Licht und N�hrstoffe nehmen. Seit ca.
2009 sind auch spezielle Herbizide gegen Giersch f�r den Gebrauch im
Haus- und Kleingarten erh�ltlich. Herk�mmliche, f�r Haus- und
Kleing�rten zugelassene Herbizide sind gegen Giersch praktisch
wirkungslos, da sie nicht das gesamte Wurzelwerk vernichten.
Trivialnamen/Synonyme/Volksnamen
Trivialnamen f�r den Giersch sind z. B.: Dreiblatt, Gei�fu�,
Ziegenkraut, Schettele, Zaungiersch, Baumtropf. Weil die Bl�tter dem
Hollerbusch (Holunder) �hnlich sind, wird er auch Wiesenholler
genannt.
Kr�uter als Kr�uterstrau� zusammenbinden und kr�ftig dr�cken, damit
die Inhaltsstoffe austreten k�nnen. Strau� in den Apfelsaft h�ngen,
nach mindestens 3 Stunden herausnehmen, Zitronensaft und
Mineralwasser zuf�gen.
Quellenangaben
Teile des Beitrages basieren auf dem Artikel "B�rlauch" aus der
freien Enzklop�die Wikipedia und steht unter der Lizenz „Creative
Commons Attribution/Share Alike“.
N�hrwertangaben aus: Gu N�hrwerttabelle
Inhalte Kurzsteckbrief/Geschichtliches: kaesekessel.de
(Aussagen zur Heilwirkung: heilkraeuter.de)
selbst zusammengefasstes Wissen aus B�chern (siehe Buchempfehlungen)
Rezept/Verwendungstipp: http://www.kraeuteralm.at
>>> Weiter mit
dem Wildkraut ...
Bild: Pixabay.de
Himbeere
Die Himbeere (Rubus idaeus) ist
eine Pflanzenart aus der
Untergattung Idaeobatus in der
Gattung Rubus innerhalb der
Familie der ...