Lichte W�lder vor allem in der N�he von Buchen. Feuchte,
nicht zu schattige Standorte. Im Garten gern an lichten
Stellen unter B�umen oder Hecken oder �berall da, wo sich
auch der Farn wohl f�hlt.
Verbreitung:
Nord- und Mitteleuropa, Balkaninseln, r�ber bis
Sibirien, runter bis Italien und weiter bis Nordafrika
Sammelgut:
F�r Speisen: Kraut vor der Bl�te | Arzneilich: Das
bl�hende Kraut (Asperulae herba)
Sammelzeit:
April - Juni
Sammelvorschrift:
Waldmeister wird vor oder w�hrend der Bl�te kurz �ber
dem Erdboden geschnitten, geb�ndelt und zum Trocknen an
einem luftigen, schattigen Ort aufgeh�ngt. Die frische
Pflanze ist geruchlos und erst angewelkt oder getrocknet
entfaltet sie ihren charakteristischen Geruch. Die
getrocknete Pflanze schmeckt w�rzig, etwas bitter und
zusammenziehend.
Inhaltsstoffe:
Asperulosid, Gerbstoff, Bitterstoffe, ein Anthraglykosid
und ein Cumaringlykosid, das beim Trocknen Cumarin
abspaltet.
Der Waldmeister oder das Wohlriechende Labkraut ist eine
Pflanzenart aus der Gattung der Labkr�uter. Er gedeiht meist in
Laubw�ldern in den Gem��igten Breiten Eurasiens. Der bekannteste
Inhaltsstoff des Waldmeisters ist das Cumarin. Waldmeister wird als
Heil- und W�rzpflanze beispielsweise f�r dieWaldmeisterbowle
verwendet.
Verwendung in der K�che / Survival Nahrung
Waldmeister hat einen ausgepr�gten, w�rzig-bitteren Geschmack. In
der K�che findet er vor allem in Verbindung mit Zucker Verwendung,
da bei dieser Kombination der typische Waldmeistergeschmack erst
richtig zur Geltung kommt. Deshalb w�rzt er h�ufig S��speisen (z. B.
G�tterspeise) und nat�rlich den Klassiker, die Maibowle.
Beliebt ist auch der Waldmeistersirup, der sich leicht selbst
herstellen l�sst. Die Berliner Weisse verdankt ihm z. B. seine
giftig-gr�ne Farbe. Man kann den Sirup auch zum Marinieren von
Fr�chten und Beeren verwenden oder mit Mineralwasser verd�nnt
eiskalt genie�en!
Achtung: Waldmeister enth�lt wie beschrieben Cumarin, eine
�ber-
dosierung dieses Stoffes verursacht �belkeit. Deshalb l�sst man z.
B. die angewelkten Waldmeisterbl�tter nur ca. 15 – 20 Minuten in der
Bowle ziehen lassen!
Medizinische Nutzung / Hom�opathie
Waldmeister wirkt gef��erweiternd, entz�ndungshemmend und
krampfl�send.
Waldmeistertee soll die peripheren Gef�sse erweitern und �demen
entgegenwirken.Ferner wird er bei Leberstauungen, Darmst�rungen und
krampfartigen Zust�nden von Magen und Darm in Form von Tee
verewendet. Unges�sster Tee wirkt besser als ges�sster.
In der Schweiz setzen Mediziner synthetische Cumarin-Derivate als
gerinnungshemmende Medikamente ein.
Waldmeistertee wird auch von �lteren Menschen als Schlafftee
getrunken.
In der Volksmedizin wird Waldmeister auch als Fr�hjahrskur f�r das
"m�de Herz", als Mittel gegen Migr�ne oder Menstruationsbeschwerden,
Schwermut oder Wassersucht verwendet.
Waldmeister soll als Mittel gegen d�monische Kr�fte verwendet worden
sein. In Posen wurde K�hen, die nicht fressen wollten, Waldmeister
mit etwas Salz gegeben. Hexen lie�en sich angeblich durch eine
Mischung von Waldmeister, Johanniskraut und H�rtz Bilgen vertreiben.
Toxikologie
Waldmeister ist als wenig bis kaum giftig eingestuft. Das in der
Pflanze enthaltene Cumarin kann Benommenheit und Kopfschmerzen sowie
bei h�ufiger Nutzung Lebersch�den hervorrufen. Seit 1974 ist die bis
dahin verbreitete Aromatisierung mit Waldmeister bei Limonaden
(gr�ne Waldmeisterlimonade) und S��waren, die haupts�chlich von
Kindern konsumiert wurden, in Deutschland verboten; der Zusatz von
Cumarin in Aromastoffen bei Lebensmitteln ist auf zwei Milligramm
pro Kilogramm beschr�nkt. Auch bei der Zubereitung von Maibowle wird
eine Menge von h�chstens drei Gramm Frischdroge pro Liter Wein
empfohlen, das entspricht zwei bis drei Pflanzen. Der Cumaringehalt
gewerbsm��ig hergestellter Maibowle und anderer alkoholischer
Getr�nke darf in Deutschland f�nf Milligramm pro Liter nicht
�berschreiten.
Die Tabakverordnung verbietet in Deutschland die Verwendung von
Waldmeister in Tabakprodukten.
Verwechslungsgefahr (mit Giftpflanzen)
Im nicht bl�henden Zustand mit anderen Labkrautarten, vor allem
mit dem Waldlabkraut.
Unterscheidung: Die Bl�tter des Waldmeisters sind breiter als die
des Labkrauts, er f�hlt sich feiner an und bl�ht fr�her. Grade das
Waldlabkraut riecht auch unangenehm, w�hrend der Waldmeister im
ersten Moment eher garnicht riecht und seinen Geruch nach dem Ernten
entwickelt.
Beschreibung der Pflanze / Pflanzenbestimmung
Vegetative Merkmale
Waldmeister w�chst als �berwinternd gr�ne, ausdauernde krautige
Pflanze und erreicht Wuchsh�hen von 5 bis 50 cm. Dieser
Hemikryptophyt bildet unterirdisch kriechende, d�nne, mehr oder
weniger lange Rhizome als �berdauerungsorgane, mit denen sich der
Waldmeister auch vegetativ vermehren kann. Ihre aufrechten,
unverzweigten, vierkantigen St�ngel sind glatt und kahl, au�er an
den Knoten (Nodien), die kurz steif behaart sind.
Die zu sechst bis acht in Quirlen am St�ngel stehenden Bl�tter
sind sitzend bis zu einem Millimeter lang gestielt. Die einfache,
einadrige Blattspreite ist l�nglich-lanzettlich oder
schmal-elliptisch mit einer L�nge von meist 15 bis 50 mm, einer
Breite von meist 4,5 bis 15 mm und einem L�nge/Breite-Verh�ltnis von
etwa 4:1. Die Spreite verschm�lert sich am Grund spitz bis
keilf�rmig, die Spitze ist zugespitzt oder stumpf mit abrupter
Stachelspitze. Der flache Blattrand ist rau. Die Blattfl�chen sind
weitgehend kahl; es k�nnen vorw�rtsgerichtete Mikrohaare auf der
Oberseite und an der Mittelrippe der Unterseite vorhanden sein. Die
Bl�tter werden beim Trocknen papierartig.
Generative Merkmale
Die Bl�tezeit reicht je nach Standort von April bis Mai oder Juni.
Einige bis viele Bl�ten stehen in einem endst�ndigen, zym�sen
Bl�tenstand zusammen. Es k�nnen laubblatt�hnliche Tragbl�tter
vorhanden sein. Die Bl�tenstiele weisen eine L�nge von einem bis
vier Millimeter auf.
Die kleinen, zwittrigen Bl�ten sind radi�rsymmetrisch und vierz�hlig.
Der Kelch ist nurrudiment�r ausgebildet. Die vier wei�en oder
bl�ulich-wei�en, kahlen, 4,5 bis 6,5 mm langen und 3 bis 7 mm
breiten Kronbl�tter sind auf etwa der H�lfte ihrer L�nge mehr oder
weniger breit trichterf�rmig verwachsen. Die Kronlappen sind
dreieckig-spatelf�rmig mit spitzem oberen Ende. Es ist nur ein Kreis
aus meist vier fertilen Staubbl�ttern vorhanden, die in der
Kronr�hre inseriert sind. Zwei Fruchtbl�tter sind zu einem
unterst�ndigen, bei einer L�nge von etwa 0,8 mm ellipsoid bis
verkehrt eif�rmigen, kurz steif behaarten Fruchtknoten verwachsen,
der eine Samenanlage je Fruchtknotenkammer enth�lt. Die zwei Griffel
sind bis oben hin frei mit je einer kopfigen Narbe. Es ist ein
Diskus vorhanden.
Die trockene Spaltfrucht zerf�llt in zwei einsamige Teilfr�chte.
Die bei einer L�nge von 2 bis 3 mm eif�rmigen bis fast kugeligen
Teilfr�chte sind mit 1 bis 1,2 mm langen, hakigen Borsten besetzt.
Mit den Borsten klammern sich die Teilfr�chte als Klettfr�chte an
Fell, Gefieder oder auch Kleidungsst�cken fest und k�nnen so weit
ausgebreitet werden. Die Fr�chte reifen zwischen Juni und September.
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Grafik mit freundlicher
Genehmigung von Kurt St�bers (www.biolib.de)
von Jopi [Public domain],
via Wikimedia Commons
von Sebastian Wallroth
(Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons
Verbreitung und Standorte
Waldmeister kommt von Nord-, Mittel- und Osteuropa bis in den
asiatischen Teil derT�rkei, Kaukasus und Kasachstan, sowie in
Westsibirien (Altei), nordwestlichen Afrika, China, Japan und Korea
vor. Er gedeiht in H�henlagen von bis zu 1400 Meter in gem��igten
und k�hlen Zonen. Waldmeister ist in Nordamerika ein Neophyt.
In Mitteleuropa w�chst der Waldmeister am h�ufigsten in schattigen
Rotbuchenw�ldern, kommt aber auch in Eichen-Hainbuchenw�ldern vor.
Waldmeister bevorzugt frische, lockere, n�hrstoff- und basenreiche
B�den und zeigt Lehmb�den an.
Waldmeister ernten | Ernte Tipps
Der Waldmeister kann zwischen Mai bis Juli geerntet werden. Es
sollen m�glichst bl�hende und junge Pflanzen gesammelt werden.
Anschlie�end m�ssen sie zum Trocknen in lockeren Schichten gelagert
werden. Sie d�rfen sich nicht schwarz verf�rben. Die Aufbewahrung
erfolgt trocken und lichtgesch�tzt.
Geschichtliches / Wissenswertes
W�hrend der Zeit der Hexen- und Aberglauben wurde Waldmeister zur
Abwehr b�ser Geister verwendet. Die alten Germanen w�rzten ihr Bier
mit Waldmeister. Aus dieser Zeit stammt auch der Brauch der
Maibowle.
F�r eine Tasse Tee braucht man, 1 Teel�ffel getrocknete oder 2
Teel�ffel frischen Waldmeister, mit hei�em Wasser aufgebr�ht, 5
Minuten ziehen lassen und fertig ist der Waldmeistertee. Getrunken
wird der Tee in kleinen Schlucken.
Den Waldmeister sollte man jedoch nicht �berdosieren (2-3 Tassen am
Tag sind okay), denn sonst kann er Kopfschmerzen ausl�sen, also
genau die Beschwerden, gegen die er eigentlich wirken soll.
Quellenangaben
Teile des Beitrages basieren auf dem Artikel "B�rlauch" aus der
freien Enzklop�die Wikipedia und steht unter der Lizenz „Creative
Commons Attribution/Share Alike“.
N�hrwertangaben aus: Gu N�hrwerttabelle
Idee/Inhalte Kurzsteckbrief: kaesekessel.de
Info Heilwirkung/Anwendungbereiche: www.heilkraeuter.de
selbst zusammengefasstes Wissen aus B�chern (siehe Buchempfehlungen)
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Bild: Pixabay.de
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