Das G�nsebl�mchen (Bellis perennis), auch „Mehrj�hriges
G�nsebl�mchen“, Ma�liebchen, Tausendsch�n, Monatsr�serl oder
schweizerisch Margritli („Kleine Margerite“) genannt, ist eine
Pflanzenart aus der Familie der Korbbl�tler (Asteraceae). Da es auf
fast jeder Rasenfl�che w�chst, z�hlt es zu den bekanntesten
Pflanzenarten Mitteleuropas und wird auch in vielen Wald-, Wild- und
Wiesenkr�uterb�chern als ganzj�hriges Nahrungsmittel genannt.
Verwendung in der K�che / Survival Nahrung
Das G�nsebl�mchen wird gelegentlich als Futterpflanze genutzt. Es
kann auch im Salat verwendet werden. Am besten schmecken die jungen
Bl�ttchen aus dem Inneren der Rosette. Auch die Bl�ten sind essbar.
Die Knospen sowie die nur halb ge�ffneten Bl�ten schmecken angenehm
nussartig, die ge�ffneten Bl�ten dagegen leicht bitter, wodurch sie
sich vorrangig als Salatbeigabe eignen. Sauer eingelegt werden
Knospen manchmal als Kapernersatz verwendet.
Medizinische Nutzung / Hom�opathie
Die Kommission E schweigt zum G�nsebl�mchen.
Die Volksmedizin kennt das G�nsebl�mchen zur Blutreinigung, zur
Stoffwechsel- und Appetitanregung, als Magen-, Galle- und
Lebermittel. Es wird nicht nur bei Leberbeschwerden, sondern vor
allem auch bei Hauterkrankungen sowie Akne verwendet und steht in
einer engen Verbindung zur Haut.
Verwechslungsgefahr (mit Giftpflanzen)
nicht bekannt
Beschreibung der Pflanze / Pflanzenbestimmung
Vegetative Merkmale
Das G�nsebl�mchen ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die
Wuchsh�hen von meist 4 bis 15 Zentimetern erreicht. Am kurzen,
aufrechten Rhizom befinden sich faserige Wurzeln.
Die in einer dichten Blattrosette zusammen stehenden Laubbl�tter
sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der gefl�gelte
Blattstiel ist mindestens so lang wie die Blattspreite. Die einfache
Blattspreite besitzt nur einen Mittelnerv, ist spatelf�rmig bis
verkehrteif�rmig geformt, 6 bis 40 Millimeter lang und 4 bis 20
Millimeter breit.
Generative Merkmale
Der Bl�tenstand und die Bl�te
Jede Blattrosette bringt von M�rz bis November ununterbrochen
aufsteigende bis aufrechte, blattlose, meist 5 bis 15 lange
Bl�tenstandssch�fte mit einzeln stehenden Bl�tenk�rbchen hervor.
Was f�r einen Laien wie eine einzige Bl�te aussieht, ist tats�chlich
eine Scheinbl�te (Pseudanthium). Es handelt sich hierbei um einen
k�rbchenf�rmigen Bl�tenstand, bestehend aus mehr als hundert
Einzelbl�ten. Das K�rbchen richtet sich aufgrund des Heliotropismus
immer nach der Sonne und schlie�t sich abends sowie bei schlechtem
Wetter. Die Bl�ten sind – wie f�r Korbbl�tler typisch – auf der
verbreiterten Sprossachse, dem so genannten Bl�tenstandsboden
angeordnet. Die H�llbl�tter besitzen einen bewimperten Rand.
Randst�ndig sind die wei�en, zygomorphen, weiblichen, 4 bis 8 mm
langen Zungenbl�ten in zwei Reihen angeordnet. Im Zentrum des
Bl�tenk�rbchens stehen zwischen 75 und 125 gelbe, zwittrige und
trichterf�rmige radi�rsymmetrische, 1,5 mm lange R�hrenbl�ten. Zwei
Fruchtbl�tter sind zu einem unterst�ndigen, einf�chrigen
Fruchtknoten verwachsen.
Die Frucht
Die Fr�chte sind nicht wie jene einiger Arten der Korbbl�tengew�chse
mit einem Pappus ausgestattet. Bei den 1 bis 2 mm langen Ach�nen
handelt es sich um gekr�nte Schlie�fr�chte, bei der Frucht- und
Samenschale miteinander verwachsen sind. Die Samen sind
endospermlos.
Klick auf Bild f�r Gro�ansicht
(�ffnet in einem neuen Fenster)
Grafik mit freundlicher
Genehmigung von Kurt St�bers (www.biolib.de)
von Aspie1991 (Eigenes
Werk) CC-BY-3.0, via Wikimedia Commons
von Dahola (Eigenes Werk)
CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons
Verbreitung und Standorte
Lediglich Bellis perennis ist aus dieser Gattung Bellis neben dem
Mittelmeerraum heute auch in Mittel- und Nordeuropa zu finden.
Bellis perennis wird als ein Arch�ophyt betrachtet, der durch
Schaffung von weitr�umigen Wiesen und Weiden in vorgeschichtlicher
Zeit zu einer weiten Ausbreitung nach Norden kam. Zum so h�ufigen
Auftreten dieser Pflanze kam es jedoch erst mit der Einf�hrung von
Rasenfl�chen in G�rten und Parks. Durch den Menschen wurde diese Art
sp�ter auch in Nord- und S�damerika, l�ngs der pazifischen K�ste,
auf Madeira und Neuseeland angesiedelt. H�ufig ist die Ausbreitung
nicht gezielt erfolgt, sondern durch eine Verunreinigung von
Grassamen durch die Samen des G�nsebl�mchens – botanisch wird diese
Ausbreitungsform auch als Speirochorie bezeichnet.
Bevorzugte Standorte sind Weiden, Parkrasen und G�rten auf
n�hrstoffreichem Untergrund, bewachsene Bahnd�mme; ein regelm��iger
Schnitt ist erforderlich, da die Gr�ser und Wildblumen sonst die
niedrig wachsenden G�nsebl�mchen �berwuchern. Da Bellis perennis
eine Speicherpflanze ist, �berlebt sie den Winter im Schnee. Auf
landwirtschaftlich genutzten Wiesen ist sie auch Zeiger f�r
verdichtete B�den und �bernutzte Wiesen und Weiden.
G�nsebl�mchen ernten | Ernte Tipps
Die Bl�ten und auch Bl�tter k�nnen vom M�rz bis November geerntet
werden. Sie k�nnen entweder frisch Verwendung finden oder auch
getrocknet werden. Zum Trocknen werden sie dann an einem k�hlen und
schattigen Ort gelagert. Die Pflanzenteile d�rfen sich nicht schwarz
verf�rben. Die Aufbewahrung muss vor Licht und Feuchtigkeit
gesch�tzt erfolgen.
Geschichtliches / Wissenswertes
Das G�nsebl�mchen wird schon seit dem Mittelalter als Heilpflanze
benutzt. Sie ist der germanischen G�ttin Freya, G�ttin der Liebe,
des Gl�cks und des Hausstandes geweiht.
Trivialnamen/Synonyme/Volksnamen
Diese weit verbreitete Pflanzenart tr�gt eine Reihe von
volkst�mlichen Namen, die regional sehr unterschiedlich sein k�nnen.
Typisch sind Angerbleamerl, Augenbl�mchen, Himmelsblume, Maiblume,
Marienbl�mchen, Ma�liebchen, Mondscheinblume, Morgenblume,
Osterblume, Regenblume, Sommerr�schen, Sonnenbl�mchen und
Tausendsch�n. In der Schweiz auch: Gisegeisseli, Geissemeieli,
Geissebl�emli, Geissenbl�mchen, M�lerbl�emli oder Margrittli.
Die Bezeichnung Ma�liebchen ist ab dem 14. Jahrhundert als Ma�leben,
Ma�lieben, Ma�lieblin belegt und wahrscheinlich vom
mittelniederl�ndischen matelieve ins Deutsche entlehnt.
Carl von Linn� wusste das G�nsebl�mchen ebenfalls zu sch�tzen:
Bellis (lateinisch) f�r sch�n, h�bsch, perennis (lat.) f�r
ausdauernd, mehrj�hrig, nannte er diese Pflanzenart.
Bestimmungshilfe (Video)
Beispielrezept(e) / Verwendungsm�glichkeit
“G�nsebl�mchenkapern”
2 Tas. Knospen von G�nsebl�mchen
1/2 Tl. Salz
125 ml Kraeuteressig
Noch geschlossene Blueten von Gaensebluemchen mit Salz bestreuen und
ein paar Stunden stehen lassen. Den Kraeuteressig aufkochen und die
Knospen kurz aufwallen lassen. Den Essig dann absieben und ein
zweites Mal aufkochen. Zusammen mit den Bluetenknospen in ein
kleines Schraubglas fuellen und gut verschliessen. Nach einigen
Tagen den Essig erneut aufkochen und wieder zu den Knospen geben.
Kuehl und dunkel lagern. Nach ca. zwei Wochen kann man die falschen
Kapern probieren.
G�nsebl�mchentee
Sammelt einfach einmal ein paar Handvoll G�nsebl�mchen und
trocknet sie, aber passt auf das sie nicht schwarz werden beim
trocknen.
dann nehmt 1-2 L�ffe� getrocknete G�nsebl�mchenbl�ten
und die doppelte Menge frische G�nsebl�mchenbl�ten
das alles mit ca 1/4 Liter kochendem Wasser �bergiessen
das ganze gut 10 Minuten ziehen lassen
abseihen und mit L�wenzahnhonig trinken.
Hilft auch gut gegen Husten oder bei juckender und brennender Haut
zum einreiben
Quellenangaben
Teile des Beitrages basieren auf dem Artikel "B�rlauch" aus der
freien Enzklop�die Wikipedia und steht unter der Lizenz „Creative
Commons Attribution/Share Alike“.
N�hrwertangaben aus: Gu N�hrwerttabelle
Idee/Inhalte Kurzsteckbrief: kaesekessel.de
Info Heilwirkung/Anwendungbereiche: www.heilkraeuter.de
Rezept(e) / Verwendungsm�glichkeit: kraeuterfuchs.wordpress.com
selbst zusammengefasstes Wissen aus B�chern (siehe Buchempfehlungen)
>>> Weiter mit
dem Wildkraut ...
Bild: Franz Xaver
Giersch
Der Giersch (Aegopodium
podagraria) ist eine Pflanzenart
aus der Gattung Aegopodium in
der Familie der Doldenbl�tler (Apiaceae).
Sie ist ...