entweder mit einer Schere abschneiden, oder die gr�nen,
noch saftigen Triebe einfach mit den Fingern�geln abzwicken.
Vogelmiere h�lt sich auch im K�hlschrank einige Tage frisch.
Die Gew�hnliche Vogelmiere (Stellaria media), auch
Vogel-Sternmiere, H�hnerdarm oder Hustdarm genannt, ist eine
Pflanzenart der Familie der Nelkengew�chse (Caryophyllaceae).
Die Gew�hnliche Vogelmiere ist als Kosmopolit weltweit verbreitet.
Ihre Anpassungsf�higkeit resultiert aus dem gew�hnlich polyploiden
Chromosomensatz und zeigt sich auch im Formenreichtum der Sippe. Das
weit verbreitete „Unkraut“ kann als Wildgem�se und Heilpflanze
verwendet werden.
Verwendung in der K�che / Survival Nahrung
Klein geschnitten als Salat auch als Solo-Rohkostknabberei; in
Suppen, zu Gem�se, als Spinat, Pesto, Quark, Joghurt; Tzaziki, in
Brotteig, Omelette, Sp�tzle, in �l oder Essig. Wie man sieht ist der
Fantasie bei diesem wohl schmeckendem Kraut keine Grenzen gesetzt!
Medizinische Nutzung / Hom�opathie
Der Vogelmiere werden schmerzlindernde Heilpflanzenqualit�ten
zugeschrieben. Neben den m�glichen Heilwirkungen verf�gt diese
Pflanze auch �ber einen Wert als Nahrungs- beziehungsweise
Genussmittel. Ihr Geschmack erinnert an jungen rohen Mais. Bereits
50 Gramm Vogelmierensalat entsprechen in etwa dem Vitamin-C-Bedarf
eines Erwachsenen. Aufgrund des Saponingehalts sollten jedoch nicht
zu gro�e Mengen verspeist werden.
Als Inhaltsstoffe sind Vitamine, Saponine, Flavonoide, Cumarine,
Mineralien, Oxals�ure, Zink und �therische �le bekannt. In der
Naturheilkunde findet es vielf�ltige Anwendung. So wird ein Extrakt
der frischen Pflanze zur Behandlung von Rheumatismus und
Gelenkschmerzen verwendet. Als Tee ist es zur �u�eren und inneren
Anwendung im Gebrauch.
Verwechslungsgefahr (mit Giftpflanzen)
Die Gew�hnliche Vogelmiere �hnelt sowohl dem Wasserdarm (Myosoton
aquaticum) als auch der Stachelfr�chtigen Sternmiere (S. nemorum ssp.
glochidisperma) stark. Ein recht sicheres und leichtes Kennzeichen
ist die einseitige Behaarung des St�ngels der Gew�hnlichen
Vogelmiere, die besonders gut im Gegenlicht zu erkennen ist.
Beschreibung der Pflanze / Pflanzenbestimmung
Die Gew�hnliche Vogelmiere ist eine einj�hrige krautige Pflanze.
Ihre niederliegenden 3 bis 40 cm langen St�ngel bilden oft kleinere
Rasenteppiche aus. Der Querschnitt des einreihig behaarten St�ngels
ist rund. Die Laubbl�tter sind eif�rmig und spitz. Die im unteren
St�ngelbereich wachsenden Bl�tter sind gew�hnlich kurz gestielt, die
oberen Bl�tter sitzen dem St�ngel direkt an.
Die Bl�ten stehen in wenigbl�tigen, doldenartigen Dichasien. Sie
haben sowohl f�nf Kelchbl�tter als auch f�nf Kronbl�tter, besitzen
also ein doppeltes Perianth. Die Kronbl�tter �berragen die
Kelchbl�tter kaum. Die fast bis zum Grund tief zweigeteilten wei�en
Kronbl�tter sind etwa 3 bis 5 mm lang und breit lanzettlich
zugeschnitten. Manchmal fehlen sie auch ganz. Im Bl�tenzentrum
stehen drei Griffel, die von etwa drei bis zehn Staubbl�ttern mit
violetten Staubbeuteln umgeben werden. Bei milder Witterung oder an
gesch�tzten Stellen bleibt die Bl�hf�higkeit der Pflanze das ganze
Jahr �ber erhalten.
Die f�nf- oder sechsklappige Kapselfrucht ist etwa 3 bis 5 mm
lang und h�ngt abw�rts gekr�mmt am Fruchtstiel. Die r�tlich braunen
Samen haben einen Durchmesser von 0,9 bis 1,3 mm und flache stumpfe
H�cker.
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(�ffnet in einem neuen Fenster)
von Hedwig Storch
(Eigenes Werk), CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons
Pixabay.de
von AnRo0002 (Eigenes
Werk) [CC0], via Wikimedia Commons
Verbreitung und Standorte
Die Vogelmiere kommt verbreitet in l�ckigen Unkrautfluren, auf
�ckern, in G�rten und Weinbergen, an Wegen, Schuttpl�tzen und an
Ufern vor. Sie bevorzugt feuchte, n�hrstoffreiche B�den, die auch im
Schatten liegen k�nnen. Verbreitet ist sie von der Ebene bis ins
Gebirge. Nach Ellenberg ist sie ein Schwachs�ure- bis
Schwachbasenzeiger, ein ausgesprochener Stickstoffzeiger und eine
Ordnungscharakterart n�hrstoffreicher Acker- und
Garten-Beikrautfluren.
Die Vogelmiere ist ein Arch�ophyt, begleitet den Menschen seit der
Steinzeit und kommt heute in den gem��igten Breiten weltweit vor.
Sie ist sehr ausbreitungs- und vermehrungsfreudig und �berzieht
frisch bearbeitete B�den schnell mit einem Rasen. Eine Pflanze kann
bis zu 15.000 Samen bilden, pro Jahr k�nnen dar�ber hinaus zwei bis
drei Generationen wachsen. Selbst im Winter k�nnen neue Pflanzen aus
den gekeimten Samen entstehen. Das Kraut und die Samen werden gern
von V�geln gefressen, worauf auch der deutsche Trivialname Bezug
nimmt. Sommerexemplare �berleben etwa f�nf Monate lang,
�berwinternde Pflanzen rund ein Jahr. Auch eine vegetative
Vermehrung durch abgerissene St�ngelteile, die sich bewurzeln, ist
m�glich.
Die Vogelmiere wird meist als „Unkraut“ bezeichnet, doch ist ihr
Nutzen gerade in Kulturen wie Weinbergen und G�rten nicht zu
untersch�tzen, da die dichten, flachen und bis zu 40 cm langen
Ausl�ufer den Boden im Sommer vor Austrocknung, im Winter vor
direkter K�lteeinwirkung sch�tzen und allgemein erosionsmindernd
wirken.
Auf der anderen Seite tritt die Vogelmiere vor allem in
Wintergetreide - seltener im Sommergetreide -, im Mais- und
Kartoffelanbau sowie im Gr�nland als Sch�dling auf.
Vogelmiere ernten | Ernte Tipps
Vogelmiere wird schnell welk und l�sst sich nicht durch
Einfrieren konservieren. Verpackt ihr sie luftdicht in einer T�te
und bringt sie im Gem�sefach unter, k�nnt ihr sie zwei Tage lagern.
Verarbeitet das Kraut daher am besten unmittelbar nach der Ernte.
Geschichtliches / Wissenswertes
Die Vogelmiere war eines der sch�nsten Mitbringsel der wei�en
Siedler f�r die Indianer. Diese erkannten die Vogelmiere schon bald
als Heilmittel bei Hautleiden, bei Schwellungen, als Auflage auf die
“hei�e Leber” und als Hilfe bei Augenleiden. Culpeper und Pfarrer
Kneipp konnten den Indianern nur zustimmen. Sie erweiterten die
Anwendung der lieblichen Sch�nheit auf Lungenleiden, H�morrhoiden
und Herzerkrankungen.
100 g Vogelmiere
2 El ger�stete Sonnenblumenkerne
4 El �l (bevorzugt geschmacksneutrale �le)
etwas Salz
Vogelmiere gut waschen, holzige Stiele entfernen und sehr fein
hacken. Mit den anderen Zutaten gut mischen und in sauberen Gl�sern
abf�llen. K�hl und dunkel bis zu 8 Monaten lagerbar.
Quellenangaben
Teile des Beitrages basieren auf dem Artikel "Vogelmiere" aus der
freien Enzklop�die Wikipedia und steht unter der Lizenz „Creative
Commons Attribution/Share Alike“.
N�hrwertangaben aus: Gu N�hrwerttabelle
Idee Kurzsteckbrief: kaesekessel.de
Info Heilwirkung/Anwendungbereiche: heilkraeuter.de
selbst zusammengefasstes Wissen aus B�chern (siehe Buchempfehlungen)
>>> Weiter mit
dem Wildkraut ...
Bild: Pixabay.de
Walderdbeere
Die Wald-Erdbeere (Fragaria
vesca), verbreitet auch
Monatserdbeere genannt, geh�rt
zu den Rosengew�chsen (Rosaceae).
Sie w�chst ...