Passive (kontemplative) Meditation(en)

Ein Fels in der Brandung / der steinerne Buddha im Lotos

Stille- oder Ruhemeditation

In den christlichen Traditionen gibt es unterschiedliche Anleitungen und Schritte zur Meditation und Kontemplation. Der „Weg zu Gott“ beginnt meist mit dem Studium der Schriften und dem Gebet in Worten, gesprochen oder gedacht. Es folgt die gegenständliche Betrachtung, wo man bei Wenigem verweilt und dies wiederholt betrachtet (meditatio) und führt über zum Gebet der Ruhe, wo auch die Gedanken ruhen (contemplatio), bei der der Adept in die Wolke des Nichtwissens steigt. Das Ziel ist schließlich den meditativen Bewusstseinszustand und das normale Tagesbewusstsein gleichzeitig zu erfahren; es gibt keine Trennung mehr zwischen der vita activa und der vita contemplativa.

Achtsamkeits- oder Einsichtsmeditation

Vipassana und Zazen sind die im Westen bekanntesten passiven Meditationsformen aus den traditionellen buddhistischen Kontemplationsschulen. Der Meditierende sitzt in einer aufrechten Haltung, die ein harmonisches Verhältnis von Spannung und Entspannung wahrt. Bei den verschiedenen Varianten, auch innerhalb der Meditationsschulen, ist die Grundlage der Übung die vollkommene Achtsamkeit für die geistigen, emotionalen und körperlichen Phänomene im gegenwärtigen Augenblick. Beide Schulen lehren das nicht wertende und absichtslose Gewahrsein im Hier und Jetzt, ohne an Gedanken, Empfindungen oder Gefühlen zu haften. Ziel der Meditation ist die transzendente spirituelle Erfahrung, wie sie zum Beispiel im Herz-Sutra als Auflösung jeder Dualität beschrieben wird, mit der eine Befreiung vom Selbst („mein Ego“ im herkömmlichen Sinne) Hand in Hand gehen soll.

Konzentrationsmeditation

Bei der Samatha-Meditation, die auch Geistesruhe-Meditation genannt wird, konzentriert sich der Übende auf ein einziges Objekt wie zum Beispiel den spürbaren Atem, ein imaginiertes Bild, einen einzigen Gedanken oder ein Mantra. Die konzentrierte Fokussierung auf einen Gegenstand bewirke eine Ausschaltung bzw. Ersetzung des alltäglichen Gedankenflusses und führe so zu einer tiefen Beruhigung des Geistes.

 

Die Samatha-Meditation und die Vipassana-Meditation werden manchmal als unterschiedliche eigenständige Meditationsformen beschrieben. Häufig gilt jedoch die Samatha-Meditation als eine Einleitung oder Vorbereitung für die Vipassana-Meditation.

 

Eine besondere Form der Konzentrationsmeditation findet sich im Namensgebet. Bei diesem Typus werden göttliche Namen als Mantra oder in mantraähnlicher Form verwendet.

 

Meditation ist auch ein wesentliches Element der von Rudolf Steiner (1861–1925) begründeten Anthroposophie. Steiner beschreibt in seinem Werk verschiedene Techniken der Meditation als Selbstvertiefung und -verstärkung des Denkens, die sich der Konzentrationsmeditation zuordnen lassen.

Die Tafeln von Chartres

Meditationstechnik aus der Tradition französischer Roma, erstmals beschrieben von Pierre Derlon 1988. Die „Tafeln“ sind sechs geometrische Formen (zwei Kreise, zwei Quadrate und zwei Rechtecke, jeweils in den Farben rot und blau), die in zwei Reihen nebeneinander ausgelegt werden. Man betrachtet sie leicht schielend, so dass die Formen visuell fusioniert werden und für den Betrachter eine dritte, virtuelle, Reihe von Tafeln im Raum zu schweben scheint. Der Blick bleibt während der Meditation auf dieser dritten Tafelreihe ruhen. Das Bild wird farblich gemischt wahrgenommen: das linke Auge sieht eine Farbe, das rechte die andere. Dadurch kann der Betrachter die Dominanzverhältnisse seiner Sehzentren beobachten, und mit etwas Übung auch ausgleichen. Durch die Betrachtung der Tafeln werden Außen- und Innenwahrnehmung extrem stimuliert. Ein ausführliches Handbuch zur Praxis schrieb George Pennington (Die Tafeln von Chartres, Walter 1996/Patmos 2013).

 

Teile des Textes stammen von Wikipedia . https://de.wikipedia.org/wiki/Meditation unter Lizenz http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/

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Kluge Worte & Zitate

"Der Mensch soll sich unter Tag oder Nacht immer eine gute Zeit nehmen, und in der soll er sich in den Grund senken, jeder nach seiner Weise."

Zitat: Johannes Tauler

 

"Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus."

Lebensweisheit: Marie von Ebner-Eschenbach

 

"Das Glück wohnt nicht im Besitze und nicht im Golde. Das Glücksgefühl ist in der Seele zu Hause."

Lebensweisheit: Demokrit